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    Für die erste Halbzeit des BBC Coburg bei den Basketball Löwen Erfurt hätte es wohl die Rute gegeben, in der zweiten Hälfte machten sich die Vestestädter dann die Stiefel voll: Beim 83:74 (31:43) feierten die Coburger ihren fünften Sieg in der laufenden Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

    Man konnte kaum glauben, dass in der ersten und der zweiten Halbzeit die gleiche Mannschaft auf dem Spielfeld stand. Nur 31 Zähler gab es in den ersten 20 Minuten, im Reboundduell war man klar unterlegen und während die Vestestädter selber am Korb nichts trafen, zeigten sich die Gastgeber in der thüringischen Landeshauptstadt hier stark. Beim 22:40 aus Sicht des BBC sah es Mitte des zweiten Viertels düster aus für das Team von Trainer Valentino Lott – es drohte ein Debakel.

    Zur Pause ist ein Anfang gemacht

    Doch die Gäste von der Itz kehrten ins Spiel zurück: Constantin Ebert eröffnete per Dreier die Aufholjagd, und kurz vor der Pause markierte Adrian Bergmann immerhin das 31:43. Noch immer sah es nicht rosig aus für den BBC, aber der Anfang war gemacht.

    Nach dem Seitenwechsel verwarfen die Coburger dann aber zunächst drei Distanzwürfe binnen 24 Sekunden. War der Schwung bereits dahin? Nein, sagte vor allem einer. Kapitän Christopher Wolf. Der Mann mit der Nummer 12 nahm nun die Mannschaft auf seinen Rücken. 16 Punkte markierte der Forward allein im dritten Spielabschnitt, zog zudem drei Fouls und läutete nun endgültig die Wende ein.

    30:8-Lauf für den BBC

    Der tatsächliche Wendepunkt war allerdings eine andere Koproduktion: Sven Lorber klaute Erfurts Leon Hoppe den Ball an der Mittellinie, bediente Timo Dippold in der rechten Ecke, und der netzte den Dreier zur ersten Coburger Führung ein (55:53, 28.). Es war ein Teil eines insgesamt 30:8-Laufes, den die Coburger zwischen der 22. und der 32. Spielminute in der Riethsporthalle auf das Parkett legten. Als Dippold kurz nach dem Dreier noch Adrian Bergmann im Fastbreak bediente und der Flügelspieler zum Dunk einschwebte, war die 57:53-Führung vor dem Schlussabschnitt gesichert.

    Zwar gaben sich die Löwen nicht auf, doch nun hatte der BBC, anders als in der ersten Hälfte, die richtigen Antworten. Wieder war es Wolf, der, nachdem Erfurt wieder herangekommen war, direkt aus einer Auszeit heraus das 72:66 erzielte (36.) und kurz darauf Dippold für den Dreier bediente. Die Coburger ließen die Angriffe der Erfurter nun cool abtropfen und holten das Spiel nach Hause. Die Schlusspunkte setzte Leon Bulic, der in der Schlussminute zwei Mal per Dreier traf und so am Ende den Auswärtssieg besiegelte.

    “Im ersten Viertel nicht genug Energie gegeben”

    Für Trainer Valentino Lott, selber früher beim BC Erfurt an der Seitenlinie, gab es einen einfachen Grund für den schwachen Start: „Wir haben im ersten Viertel nicht genug Energie gegeben. Es war klar, dass wir nichts an unseren Spielzügen ändern müssen, sondern an der Intensität arbeiten. Wir sind dann defensiv konzentriert in die zweite Halbzeit gestartet, haben Schritt für Schritt an der Offense gearbeitet und die richtigen Sachen gemacht.“
    Lob gab es natürlich auch für den Kapitän, wenngleich Lott zugibt: „Ehrlich gesagt habe ich ihm in der Halbzeit gar nix gesagt.“ Für den Coburger Cheftrainer war der Sieg „am Ende eine Sache des Kollektivs“, aber: „Chris hat Energie gebracht und das vorgelebt, egal ob durch eine gute Offensivaktion oder durch einen Stop in der Defense. Er hat den Raum genutzt, dem ihn seine Mitspieler gegeben haben. So war er ein Mitgrund für die Aufholjagd.“

    In der kommenden Woche soll nun auch wieder ein Heimsieg folgen: Dann sind die EBBECKE White Wings Hanau zu Gast auf der Lauterer Höhe.

    BBC Coburg: Ebert (21, 8 Assists), Dippold (9), Lorber (6), Urbano (3, 9 Rebounds), Wolf (23), Bulic (7), Köppel, Seric (7), Bergmann (7, 5 Rebounds), Wobst.

    Basketball Löwen Erfurt: Price (19, 8 Assists), Saffer (6, 9 Rebounds), Merz (12), Schiller (2), Pleta (n.e.), Osei (8, 7 Rebounds), Bode, Hoppe (15), Arnold (9), Kraus (3).