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    Er ist ohne Zweifel einer der besten Spieler in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB: Princeton Onwas, der Motor im Spiel des BBC Coburg. Nach einem schwachen Saisonstart hat sich der US-Amerikaner als Allzweck-Waffe etabliert, die jede Verteidigung in der Liga vor Probleme stellt.

    In den ersten fünf Saisonspielen kam der Flügelspieler noch auf 11,6 Punkte, 4,8 Rebounds und 3,0 Assists – solide Zahlen, aber mit Luft nach oben. Seitdem ist der 1,98 Meter große Texaner förmlich explodiert: Im Schnitt verbucht er 19,8 Zähler, greift sich 8,3 Bretter und spielt 4,8 Vorlagen, führte seine Farben zu sieben Siegen in neun Spielen.

    Abseits des Feldes ist der 26-Jährige ein Leisetreter. Ruhig, höflich und zuvorkommend. Wir sprachen mit dem BBC-Star über seineLeistungen, seine Zukunftsplanung und wer das letzte Wort hat, wenn sich ein Gegenspieler verbal duellieren will.

    “Am Anfang war ich mental nicht komplett da”

    Prince, nach einem mittelmäßigen Saisonstart überragst du in den letzten Wochen. Was hast du verändert?

    Princeton Onwas: Vielen Dank! Am Anfang der Saison war ich mental nicht komplett da. Zuhause gab es persönliche Dinge, die mich sehr beschäftigt haben. Über die Zeit haben sich diese Sachen aber erledigt. Jetzt kann ich mich voll auf Basketball konzentrieren und 100 Prozent dafür geben, das Team nach vorne zu bringen.

    Princeton Onwas (Foto: Vogel)

    Du spielst erstmals in Europa, hast vorher in Australien und den USA gespielt. Wie unterscheidet sich das vom europäischen Basketball?

    PO: Meiner Meinung nach unterscheidet es sich gar nicht so sehr. Basketball ist für mich einfach Basketball. Aber ich kann sagen, dass die Schrittfehler-Regel etwasanders ist.

    Auch als Team habt Ihr euch gefunden. Was ist euer Erfolgsrezept?

    PO: Wir haben einfach ein gemeinsames Ziel, auf das wir zusammen hinarbeiten: Unbedingt die Playoffs erreichen. Wir sind auch alle ganz nette Typen und unternehmen etwas. Wenn wir gewonnen haben, dann feiern wir das auch gemeinsam.

    Ihr spielt auswärts bislang deutlich besser als zuhause. Woran liegt das?

    PO: Ich glaube, uns fehlt zuhause ein wenig die Konzentration. Wenn wir vor einem großen Publikum spielen, dann wollen wir ihnen auch etwas bieten anstatt unser Spiel weiter durchzuziehen. Bei Auswärtsspielen ist das anders. Da sind wir im Feindesland, da haben wir nur uns und müssen uns auf uns verlassen.

    In Gießen hast du während des Spiels den ein oder anderen Spruch in Richtung der Bank und deiner Gegenspieler rausgehauen. Was erzählst du so während eines Spiels? Bist du ein Trash-Talker?

    PO: Nein, eigentlich gar nicht. Ich fokussiere mich lieber ganz auf mich und meine Leistung. Aber wenn jemand anders anfängt mich während eines Spiels vollzuquatschen – naja, dann stehen die Chancen ziemlich gut, dass ich das letzte Wort habe.

    “Es ist möglich, dass ich auch nächstes Jahr hier spiele”

    Was war bislang dein Moment der Saison?

    PO: Ich genieße die Zeit momentan sehr. Ich bin immer noch beeindruckt davon, wie wir momentan da stehen, wenn man bedenkt, wie die Saison anfing. Alle haben uns nach dem Saisonstart abgeschrieben. Und wir haben noch einiges, was wir zeigen wollen.

    Mit viel Power auf dem Weg zum Korb (Foto: Vogel)

    Wie hast du dich inzwischen in Coburg eingelebt? Wie gefällt es dir hier?

    PO: Sehr gut. Es ist ruhig, das mag ich. Ich kann mich einfach auf Basketball fokussieren und werde nicht abgelenkt.

    Was unternimmst du, wenn du nicht gerade Basketball spielst?

    PO: Ich bin ein ruhiger Typ und gerne zuhause. Ich spiele Fortnite auf der Xbox oder schaueFilme auf Netflix. Den „Joker“ kann ich nur empfehlen.

    Du hast dich ja auch mit deinen Leistungen empfohlen. Kannst du dir vorstellen, auch länger hier zu spielen?

    PO: Das ist schon möglich. Aber momentan konzentriere ich mich ganz auf diese Saison und das Ziel, die Playoffs zu erreichen. Alles weitere wird man zu gegebener Zeit sehen.

    Am Sonntag steht das erste Heimspiel des Jahres gegen Ulm an. Worauf müsst Ihr da achten?

    PO: Ich erwarte von uns, dass wir da rausgehen, unseren Job machen und uns den Sieg holen. Wir müssen 40 Minuten hart verteidigen und die Chancen für einfache Punkte nutzen – einfach wir selbst sein. Wenn uns das gelingt, können wir gegen jeden in dieser Liga gewinnen!