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    Der nächste Gegner in den Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ist ein altbekannter – schließlich kennen sich der BBC Coburg und der FC Bayern München aus der Hauptrunde in der Südstaffel. Kein Grund allerdings, den Klub von der Isar vor dem Auswärtsspiel am Donnerstag nicht noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

    Die Münchener sind als Süd-Konkurrent natürlich der bekannteste der drei Coburger Gegner in der ersten Gruppenphase. Und nicht nur aus Ligaspielen, auch in der Vorbereitung duellieren sich Oberfranken und Oberbayern gerne. Kurzum: Sowohl Coburgs Cheftrainer Valentino Lott als auch sein Gegenüber Andreas Wagner wissen genau, auf wen sie sich vorbereiten.

    Basketball-Standort mit Tradition

    Basketball hat an der Isar eine lange Tradition. Schon der zweite deutsche Meister kam 1947 aus der bayerischen Landeshauptstadt, als der MTSV Schwabing sich die Krone aufsetzte. Zwei Jahre später holten die Schwabinger noch einmal den Titel. Der nächste Champion aus München hatte aber bereits den klangvollsten Namen aller Sportmarken: FC Bayern München. Die Roten gewannen 1954 und 1955 die Meisterschaft.

    So entwickelte sich die Millionenstadt schnell zu einem der absoluten Zentren des Sports, der damals vor allem von Studenten und in der Nähe von US-Garnisonen hochklassig betrieben wurde. Da München sowohl eine Menge Studenten als auch diverse Einheiten des US-Militärs vorweisen konnte, war das nur folgerichtig.

    Drei Teams als BBL-Gründungsmitglieder

    Zur Gründung der Basketball-Bundesliga 1966 spielten mit Schwabing und den beiden großen Münchener Teams FC Bayern und TSV 1860 gleich drei Teams von der Isar mit, zu denen sich nach dem Abstieg der Schwabinger später auch noch der USC München gesellen sollte.

    Wenngleich die Bayern bis 1974 in der Beletage auf Korbjagd gingen, gelang es ihnen nur noch einmal, einen Titel zu gewinnen: 1968 wurde der Klub Pokalsieger. Nachdem sich drei Jahre nach dem FCB auch die Spielgemeinschaft der Löwen mit dem USC aus der BBL verabschiedete, verschob sich das Zentrum des bayerischen Basketballs endgültig von Oberbayern nach Oberfranken.

    Lange nur zwischen Zweiter Liga und Regionalliga

    Nur kurzzeitig gelang den Münchnern die Rückkehr auf die nationale Ebene, doch das zweijährige Gastspiel der Bayern zwischen 1987 und 1989 war nicht von Erfolg gekrönt. Doch der Hauptverein beendete danach die Förderung der Basketballer, die in den kommenden zwei Jahrzehnten zwischen zweiter Liga und Regionalliga pendelten.

    Dann aber nahm das Projekt Basketball wieder Fahrt auf: 2008 übernahmen die Bayern die Lizenz der Düsseldorf Magics und spielten wieder in der ProA, ehe 2010 ein von Uli Hoeneß und Vizepräsident Bernd Rauch initiierter Mitgliederentscheid den Startschuss für eine neue Ära der Bayern-Basketballer gab. Mit dem ehemaligen Bamberger Meistercoach Dirk Bauermann an der Seitenlinie und Steffen Hamann als Point Guard stieg der FCB 2011 in die BBL auf, spielte zwischendurch vor 12.000 Zuschauern das Topspiel gegen Würzburg.

    Wandel zum europäischen Topklub

    Seitdem haben sich die Münchener als Topteam etabliert, drei Meistertitel eingefahren und wurden 2018 Pokalsieger. Dieses Jahr sind die Roten einer der Anwärter auf die Euroleague-Playoffs und gehören somit zu den besten Mannschaften in Europa – wiederum angeführt von einem ehemaligen Bamberger Meistercoach, Andrea Trinchieri.

    Zuverlässige Talentschmiede

    Die zweite Mannschaft durfte da nicht nachstehen: Seit 2016 läuft die Münchener Zweitvertretung in der ProB auf und gibt Talenten Spielzeit. Mit Karim Jallow, Marvin Ogunsipe, Kilian Binapfl, Nelson Weidemann, Bruno Vrcic haben bereits einige Spiele den Sprung in die BBL geschafft, Youngster wie Jason George, Sasha Grant und Matej Rudan stehen regelmäßig im Erstliga-Kader der Bayern. In Zukunft sollen noch mehr Spieler den Weg von Guard Luis Wulff gehen, der in der dritten Klasse über eine Schul-AG zu den Bayern kam und in U14, U16 und U19 bereits vier Meistertitel mit dem FCB sammelte.

    Erfolgreich in München

    Die Bilanz fällt noch zu Gunsten der Münchener aus: Nachdem Coburg in den ersten beiden ProB-Jahren aber nur einen Sieg aus sechs Duellen holte, gewann der BBC in dieser und der vergangenen Saison sowohl die beiden Hauptrundenspiele in München als auch die beiden Vorbereitungspartien an der Isar – nicht das schlechteste Omen für Donnerstag.