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    Im Fußball fällt es außerordentlich schwer, und auch im Basketball ist es kein Zuckerschlecken, beim FC Bayern München zu gewinnen. Für den BBC Coburg steht in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd nun exakt diese Herausforderung an, wenn die Vestestädter am Samstagnachmittag (14 Uhr, Audi Dome München) an der Isar antreten müssen.

    Dass die Münchener nicht unschlagbar sind, wissen die Coburger bereits aus der Vorbereitung. Angeführt von einem starken Princeton Onwas siegte der BBC beim Test in Pfaffenhofen Anfang September knapp mit 64:63. Das galt als gutes Omen, gab es in den bisherigen zwei Spielzeiten in Pflichtspielen nur je zwei Siege der Bayern. Aber Coburg-Coach Ulf Schabacker warnt: „Das ist die Vorbereitung, es wird viel ausprobiert – da kannst du über den Gegner nicht allzu viel mitnehmen.“

    Nun soll erstmals in der Landeshauptstadt gewonnen werden und die Siegesserie nach den Erfolgen in Ulm und über Erfurt weiter ausgebaut werden. Nicht unerheblich wäre auch der Nebeneffekt, dass die Coburger bei einem Sieg am FCB vorbeiziehen könnten. Bislang stehen die Münchener mit je drei Siegen und drei Niederlagen auf dem achten Tabellenplatz. Zuletzt mussten sie aber beim 67:80 in Baunach Federn lassen. „Auswärts ist es immer ein bisschen schwieriger als zuhause. Aber die zweite Mannschaft der Bayern ist zumindest schlagbarer als die erste“, schmunzelt Schabacker.

    Junges Team mit viel Talent

    Das Team des ehemaligen deutschen Nationalspielers Demond Greene ist im Schnitt gerade einmal 19 Jahre jung, aber gespickt mit Toptalenten. Angeführt wird das Team aber von Viktor Frankl-Maus, mit seinen 26 Jahren der Älteste im Kader: Der Guard verbucht im Schnitt 16,3 Zähler und trifft starke 47,2 Prozent von außen.

    Center Jacob Knauf misst nicht nur 2,10 Meter, sondern ist mit 11,3 Punkten und 9,0 Rebounds im Schnitt eine Macht unter dem Korb. Auf dem Flügel steht Greene mit Sasha Grant ein absolutes Toptalent zur Verfügung: Der italienische Juniorennationalspieler war im Sommer einer von nur sechs internationalen Spielern, die beim Top100-Camp der NBPA – der Spielergewerkschaft der NBA-Spieler – mitwirken durfte. Am Wochenende markierte er seine ersten vier Zähler in der Basketball-Bundesliga für die erste Mannschaft der Münchener, in der ProB kommt er auf 11,2 Punkte und greift sich 5,5 Rebounds.

    Wenzl im Stress

    „Wir sind gut drauf, alle sind gesund. Nico Wenzl hat ein bisschen Schulstress mit seiner Seminararbeit, der wird erst später in dieser Woche ins Training einsteigen“, erläutert Schabacker die positive Personalsituation. „Ich hoffe, dass Shore Adenekan weiter an sich arbeitet: Gegen Erfurt hat er gut performt, nun müssen wir die Fehlerquote noch etwas reduzieren. Die Bankspieler haben gezeigt, dass man sich auf sie verlassen kann – das ist immer gut zu wissen für einen Coach. Wenn wir konzentrierter sind und unsere Wurfquoten verbessern, dann haben wir definitiv eine Siegchance.“