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    Auswärtsfahrt zum Auftakt: Das erste Spiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd im Jahr 2020 führt den BBC Coburg nach Mittelhessen: Am Sonntag (18 Uhr, Sporthalle Gießen-Ost) geht es bei den Depant GIESSEN 46ers Rackelos ins direkte Duell mit einem Konkurrenten um die Playoff-Plätze.

    Im Hinspiel lief das ganz ausgezeichnet: Beim 101:78 über die Gießener zeigte der BBC seine wahrscheinlich beste Saisonleistung, brannte ein Feuerwerk ab und ließ den Gästen von der Lahn nicht einmal den Hauch einer Chance. Princeton Onwas schnupperte damals dank 15 Punkten, neun Rebounds und acht Assists sogar an einem Triple-Double. „Das war perfekt“, schwärmt Ulf Schabacker noch heute von der Leistung seiner Schützlinge.

    Doch während die Vestestädter seitdem aus vier Spielen je zwei Siege und zwei Niederlagen einfuhren, schüttelten die Rackelos die Niederlage problemlos ab und gewannen alle vier Partien seitdem. Der Lohn? Gießen zog wieder an Coburg vorbei und liegt momentan auf Rang drei in der Tabelle. „Das wird nicht leicht, eine Mannschaft, die auf dem aufsteigenden Ast ist, zu stoppen. Gerade Auswärts. Und Gießen wird sich sicher noch gut an das Hinspiel erinnern“, weiß Coburgs Cheftrainer Schabacker. Spannend wird zu sehen sein, welche Mannschaft die Weihnachtspause besser überstanden hat: „Das ist natürlich ein Faktor, aber auf beiden Seiten.“

    Nicht nur auf Lischka gucken

    Vor allem Ex-Nationalspieler Johannes Lischka, schon in Coburg mit 24 Punkten der Topscorer der Gäste, wusste auch in den darauffolgenden Spielen zu überzeugen. Mit 17,7 Punkten und 7,6 Rebounds im Schnitt ist der wuchtige Power Forward der absolute Schlüsselspieler im Team von Trainer Rolf Scholz. US-Import Wyatt Lohaus steuert 17,6 Zähler bei. Doch hinter dem Duo kommt ein breites Mittelfeld an weiteren, gefährlichen Spielern. Gleich fünf Gießener markieren zwischen 8,2 und 9,8 Punkten pro Spiel. „Man darf nicht den Fehler machen, nur auf Lischka zu gucken, auch wenn wir ihn natürlich wieder im Rebound stoppen wollen. Auch Spieler wie Julian Pesava oder Tim Köpple können in der ProB jederzeit ein Spiel entscheiden.“

    Dazu hat die Zweitvertretung der Gießener Bundesligamannschaft für ein Farmteam eine Menge Abgeklärtheit: Sie leisten sich gerade einmal 12,8 Ballverluste im Schnitt – Topwert in der gesamten ProB – und treffen 75,8 Prozent von der Freiwurflinie, nur Tabellenführer Würzburg ist im Süden sicherer.

    “Wir sind schon ein bisschen enttäuscht”

    Beim BBC Coburg nutzten Onwas und Center Tidjan Keita die Weihnachtsfeiertage für einen kurzen Abstecher in die Heimat. Ihrer Form tat das keinen Abbruch, beide Spieler wussten in der Trainingswoche zu überzeugen – wie auch der Rest des Kaders. Einzig der Abgang von Noah Kamdem liegt Schabacker ein wenig schwer im Magen: „Das kam so ein wenig aus dem Off. Die Mannschaft und wir Trainer sind da schon ein bisschen enttäuscht. Aber Noah wird seine Gründe haben.“

    Auch ohne den Forward gilt es nun, in der Osthalle den Jahresauftakt gut zu überstehen. Dass die Coburger es können, haben sie schließlich im Hinspiel schon einmal bewiesen.