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    Mit einer 73:75 (34:44)-Niederlage gegen den FC Bayern München hat der BBC Coburg die Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd beendet. An der Endplatzierung änderte das nichts mehr: Als Tabellenfünfter gehen die Coburger in die Playoffs und treffen dort gegen die Dresden Titans.

    Am Ende freuten sich die Gäste zwar über den Sieg, doch aufgrund der zeitgleichen Niederlage der Frankfurter in Ulm müssen die Bayern dennoch in die Playdowns. Die Coburger dagegen blickten gespannt auf den Live-Ticker der Liga, um zu erfahren, gegen wen es im Playoff-Achtelfinale geht. Am Ende entschied im Norden der direkte Vergleich: Ab der kommenden Woche spielen die Vestestädter gegen die Dresden Titans. Das erste Spiel findet am Sonntag den 15. März um 16 Uhr in der Dresdener Margon Arena statt, die zweite Partie eine Woche darauf zur gleichen Zeit in Coburg.

    Bis diese Entscheidung getroffen war, gab es ein spannendes Spiel vor 1226 Zuschauern – darunter der österreichische Nationaltrainer und medi-bayreuth-Coach Raoul Korner. Die Gastgeber hatten in der Anfangsphase die Nase vorn: Tidjan Keita eröffnete das Spiel per Dunk, und kurz darauf bedeutete ein Drei-Punkt-Spiel von Princeton Onwas das 11:8 (5.). Die Münchener antworteten mit einem 8:0-Lauf, doch fünf Zähler in Folge von Timo Dippold besorgten zu Beginn der Schlussminute des ersten Viertels den 18:18-Ausgleich.

    Dem Spiel der Coburger tat allerdings weh, dass sowohl Keita als auch Moritz Bär schnell mit drei Fouls auf der Bank Platz nehmen mussten: Die Gäste legten binnen fünf Minuten einen 12:0-Lauf auf das Spielfeld und legten damit die Grundlage für ihre 44:34-Pausenführung. Dabei trafen die Münchener auch aus den unmöglichsten Lagen: So netzte Erol Ersek einen Dreier mit der Sirene, Hand im Gesicht und Brett ein.

    Tolle Pausenunterhaltung

    In der Halbzeit blieben die meisten Fans auf ihren Sitzen, denn die Junioren der Effect’s traten auf und sorgten mit einer tollen Choreografie für beste Pausenunterhaltung.

    Nah dem Seitenwechsel zeigten die Coburger mehr Energie und Fokus als in den ersten 20 Minuten: Christopher Wolf traf trotz Foul und versenkte auch den fälligen Bonusfreiwurf, Onwas netzte einen Dreier ein und Keita dunkte – Mitte des Viertels war das Spiel beim Stand von 46:46 wieder ausgeglichen und die Stimmung am Siedepunkt. Einzig: Die Bayern ließen sich nicht beeindrucken, schlugen eiskalt zurück – Coburg ging mit 53:60 ins Schlussviertel.

    Der BBC hatte das Spiel aber noch lange nicht aufgegeben: Constantin Ebert traf einen Distanzwurf zum 62:68 und zwang FCB-Coach Demond Greene zur Auszeit. Die brachte den Bayern aber zunächst nichts: Sven Lorber legte ab, und nach einer ordentlichen Defensivsequenz war es wieder Ebert per Dreier, der auf 67:68 verkürzte. Die jungen Münchener behielten jedoch die Nerven und die Nase vorn: Geschickt nutzten sie ihre Chancen, blieben sicher an der Freiwurflinie und verhinderten, dass der BBC das Spiel noch einmal drehen konnte. Mit der Schlusssirene traf Onwas von draußen zum 73:75-Endstand, konnte jedoch an der Niederlage nichts mehr ändern.

    “Wir sind zu spät an unsere Reserven gegangen”

    „Die Niederlage tut weh, aber man muss dem Gegner Respekt zollen: Das war ein Spiel auf Augenhöhe, aber wir haben zu viele kleine Fehler gemacht, die München bestraft hat“, lobte Kapitän Christopher Wolf nach Spielende die Leistung der Bayern. Für Assistenztrainer Valentino Lott fehlte es vor allem in den ersten 20 Minuten an Energie „Wir sind zu spät an unsere Reserven gegangen. Wir sind klasse aus der Halbzeit gekommen, aber uns fehlte die erste Halbzeit.“

    Dennoch war die Niederlage schnell abgehakt: Der Fokus geht nun auf die ersten Playoffs der Vereinsgeschichte.

    BBC Coburg: Ebert (17, 6 Assists), Herbst (n.e.), Dippold (10), Lorber (2), Baric (n.e.), Urbano (2), Wolf (13, 9 Rebounds), Keita (10, 7 Rebounds), Bär (2), Perschnick, Onwas (17, 7 Rebounds).

    FC Bayern München: George (11), Schmitz (2), Frankl-Maus (6, 7 Assists), Rudan (7), Ersek (14, 6 Assists), Noeres (2), Knauf (12, 7 Rebounds), Dizdarevic (6, 8 Rebounds), Düh (8, 6 Rebounds), Grant (7, 7 Rebounds).