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    Es war ein langer, langer Sommer. Nicht nur für den BBC Coburg, nicht nur für die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Doch am Samstag (19.30 Uhr, Sportzentrum Karthause Koblenz) ist das Warten endgültig vorbei, wenn die Vestestädter bei Aufsteiger EPG Baskets Koblenz ihr erstes Saisonspiel bestreiten.

    Damit ist man Gast beim ProB-Debüt der Rheinland-Pfälzer, die schon in den letzten Jahren immer wieder am Aufstieg aus der Südweststaffel der Regionalliga schnupperten, aber erst in diesem Sommer als Nachrücker den Sprung schafften. Doch die ProB soll nur Durchgangsstation für die Truppe vom Deutschen Eck bleiben, und so ging es im Sommer auf eine beeindruckende Einkaufstour.

    Man verpflichtete unter anderem mit Brian Butler einen der athletischsten deutschen Spieler überhaupt von ProA-Klub Kirchheim Knights, holte mit Calvin Oldham Jr. und Jacob Mampuya ein Duo, das mit Elchingen in der vergangenen Spielzeit die ProB Süd dominiert hatte, und sicherte sich die Dienste von DJ Woodmore, der für Speyer letzte Saison mit 16 Zählern und einer Fabel-Dreierquote von 50,0 Prozent überragte.

    Für Coaches der Topfavorit

    Mit Danny Rodriguez wurde zudem ein neuer Trainer installiert, der zuletzt die zweite Mannschaft der Koblenzer trainierte. Er soll die Baskets mindestens in die Playoffs, besser gleich noch zum ProA-Aufstieg treiben. Das forsche Auftreten und die tiefen Taschen bei der Shoppingtour beeindruckten die Trainer der ProB jedenfalls nachhaltig: Fast einmütig antworteten die Coaches der Konkurrenz auf die Frage des Fachmagazins „BIG – Basketball in Germany“ nach ihrem Aufstiegsfavoriten mit Koblenz.

    Einen allerdings gab es, der im Süden nicht die Neulinge favorisierte: „Ich erhoffe mir, dass wir ein Wörtchen beim Meisterschaftsrennen mitreden werden“, legt Coburgs Cheftrainer Valentino Lott die Messlatte für sich und seine Mannschaft hoch. Mit seinem breiten Kader will der neue Headcoach nicht nur den erstmaligen Playoffeinzug im vergangenen Jahr wiederholen, sondern eine noch bessere Performance zeigen. „Wir haben eine gute Mannschaft im Sommer zusammengestellt. Für mich ergibt es keinen Sinn, sich leicht erreichbare Ziele zu setzen. Wir müssen uns nach oben orientieren und uns herausfordern.“

    “Wir sind das Wichtigste!”

    Nicht nur Koblenz, auch Lott feiert am Samstag sein ProB-Debüt, zumindest so halb: Letzte Saison war der 28-Jährige bekanntlich schon Assistenztrainer von Ulf Schabacker. „Aufgeregt bin ich nicht, vielleicht ein bisschen, aber ich weiß ja, was zu tun ist. Vor allem versuche ich aber den Moment zu genießen, das ist für mich natürlich auch ein Schritt.“

    Dass der gleich gegen Koblenz kommt, ist für den Cheftrainer ein Plus: „Das wird für uns ein Realitätscheck: Wie gut sind wir nach sechs Wochen Vorbereitung?“ Wie gut die Gastgeber sind, das weiß Lott noch nicht: „Ich kann mich nur an den Einzelspielern orientieren. Alle Klubs mussten zwei Testspiele in unsere Liga-interne Video-Datenbank hochladen, aber von Koblenz ist leider kein Spiel da, da sie gegen Regionalligisten getestet haben und diese nichtzwingend Videos aufnehmen müssen.“

    Doch Lott hat genug Selbstbewusstsein: „Ich habe der Mannschaft klar kommuniziert, dass es um uns geht: Wir wollen das Tempo und die Intensität bestimmen, sodass sich der Gegner auf uns einstellen muss und nicht umgekehrt. Wir sind das Wichtigste!“ – und jetzt zum Glück endlich wieder im Spielbetrieb!