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    Letztendlich nichts zu holen gab es für den BBC COBURG am Samstagabend gegen den Spitzenreiter der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd, die Bayer Giants Leverkusen. Nach ausgeglichenem Auftakt zeigte der Favorit in der Folge seine Klasse und gewann souverän mit 67:95 (33:45). Die Heimniederlage bedeutet für die Vestestädter gleichzeitig das Ende ihrer Playoff-Träume.

    Allein unter Riesen

    Dabei fanden die Schützlinge von Headcoach Ulf Schabacker vor knapp 1000 Zuschauern in der HUK-COBURG arena gut in die Partie. Power Forward Christopher Wolf und Matthias Fichtner, der in einer kleinen Startaufstellung auf der Centerposition begann, netzten nach zwei Minuten aus der Distanz zum 6:3 ein. Auch im weiteren Verlauf war zunächst kein Qualitätsunterschied zwischen Außenseiter und Tabellenführer zu erkennen. Max von der Wippel nach starker Drehung in der Zone, erneut Wolf von außen und Kevin Franceschi aus der Mitteldistanz erhöhten auf 21:13 (7.).

    Die Gäste vom Rhein ließen sich durch diesen Rückstand jedoch keineswegs aus der Ruhe bringen. Vor allem ihre zweite Fünf demonstrierte eindrucksvoll die enorme Kadertiefe der Truppe von Cheftrainer Hansi Gnad. Der Center der deutschen Europameister-Mannschaft von 1993 beobachtete von der Bank aus, wie Backup-Point Guard Nino Celebic (7 Assists) nun mit klugen Anspielen seine Teamkollegen in Szene setzte und vor allem den Scharfschützen Ron Mvouika, Tim Schönborn und Michael Kuczmann wiederholt freie Wurfpositionen bescherte. Da gleichzeitig beim BBC COBURG offensiv nur noch wenig gelang, entschied der Ligaprimus Viertel Nummer zwei mit 10:21 deutlich für sich und ging mit einem komfortablen Vorsprung in die Kabine (33:45, 20.).

    Nach Wiederbeginn drückte zunächst Chase Adams der Begegnung seinen Stempel auf. Erst im positiven Sinne – der Coburger Aufbauspieler hielt seine Farben mit acht Zählern in Serie einigermaßen auf Tuchfühlung (43:52, 25.). Sogleich folgte allerdings die Ernüchterung: Mitte des dritten Spielabschnittes kassierte die „Lebensversicherung“ des BBC nach zumindest diskutablem Pfiff sein fünftes persönliches Foul und musste das Geschehen anschließend von der „Strafbank“ aus verfolgen.

    Diesen Nackenschlag verdauten die Hausherren anfangs noch ganz ordentlich und blieben vor allem mit zwei Distanztreffern von Kapitän Yasin Turan gegen die Leverkusener Zonenverteidigung im Spiel. Doch die „Riesen vom Rhein“ dominierten dank Größen- und Gewichtsvorteilen vor allem beide Bretter nach Belieben. Am Ende standen 50 Rebounds im Statistikbogen; die Hausherren sammelten gerade einmal 29 Abpraller ein. 17 Offensivrebounds bescherten den Rheinländern zahlreiche zweite Wurfchancen, die sie im Schlussviertel konsequent nutzten und so den Vorsprung auf über 30 Punkte ausbauten. Phasenweise zeigten sich beim BBC COBURG jetzt Auflösungserscheinungen. Erst kurz vor Ende gelang unter anderem Youngster Christoph Bauer mit seinen ersten Punkten der Saison noch etwas Ergebniskosmetik.

    Die Niederlage gegen den hohen Favoriten ist gleichbedeutend mit dem Ende der Coburger Playoff-Ambitionen, denn selbst ein Sieg im Rundenfinale in Frankfurt am kommenden Wochenende wird für Platz 8 in der Abschlusstabelle nicht mehr reichen. Es geht also erneut in die ungeliebte Abstiegsrunde, diesmal allerdings aus deutlich besserer Ausgangsposition als im Vorjahr.

    Statistik BBC COBURG: Adams (15 Punkte, 3 Dreier), Franceschi (11), Wolf (10, 2), Turan (8, 2), Fichtner (7, 1), Walde (6), Bauer (3, 1), Dizdarevic (3), Von der Wippel, Rico (je 2).

    Beste Werfer Bayer Giants Leverkusen: Mvouika (19, 3 Dreier), Hornsby (11, 13 Rebounds), Kuczmann (11, 3), Nick (11).