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    Es ist der kürzeste Weg, den der BBC Coburg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd zu gehen hat: Wenn die Vestestädter am Samstagabend bei den Baunach Young Pikes (19 Uhr, Basketball Center Hauptsmoor Strullendorf) zum Oberfrankenderby antreten, sind sie gerade einmal 34 Minuten bis zur Auswärtshalle unterwegs.

    Nach nur zwei Spieltagen ist das erste Pflichtspielderby der beiden oberfränkischen Traditionsklubs eine Bewährungsprobe für das neu formierte Team der Coburger. „Wir wollen eine Reaktion zeigen“, macht Carsten Richter, der sportliche Leiter des BBC, klar, dass Team und Verantwortliche unisono mit den zwei Niederlagen und den gezeigten Leistungen in den ersten zwei Saisonspielen nicht zufrieden sind.

    Dass man es gegen den ProA-Absteiger aus der Nachbarschaft kann, haben die Coburger schon gezeigt: Im nichtöffentlichen Test in der HUK-COBURG arena siegten die Vestestädter vor wenigen Wochen mit 62:61. Dass es gegen Baunach aber alles andere als ein Selbstläufer wird sah man wiederum beim Abschluss der Vorbereitung, als man den Hechten in Breitengüßbach mit 68:72 unterlag.

    Kurzum: Ein weiteres enges Spiel zwischen den oberfränkischen Rivalen dürfte niemanden überraschen. Das Farmteam von BBL-Klub Brose Bamberg unterlag am ersten Spieltag Aufsteiger Speyer, konnte aber beim Auswärtsspiel in Frankfurt in der vergangenen Woche den ersten Saisonsieg feiern. Die Mannschaft von Trainer Mario Dugandzic ist jung, aber hochtalentiert: Guard Marvin Heckel war mit 23 Punkten Topscorer, und auch Juniorennationalspieler Elias Baggette wusste mit zehn Punkten und sechs Assists gegen die kleinen Skyliners zu überzeugen.

    Unter dem Korb können die Baunacher gleich sieben Spieler aufbieten, die zwischen 2,03 Meter und 2,10 Meter messen, wobei Mateo Seric – zweifacher EM-Bronzemedaillengewinner mit der U20 – und der Schwede Felix Edwardsson die bekanntesten Namen sein dürften. Kurzum: Eine harte Nuss, die der BBC vor sich hat.

    „Beide Teams sind auf einem Niveau. Wichtig wird sein, dass wir uns nicht den Baunacher Stil aufzwingen lassen, sowohl offensiv als auch defensiv“, warnt Trainer Ulf Schabacker vor den Gastgebern. Für Ihn ist es ein besonderes Spiel: Er begann seine Trainerkarriere bei den Baunachern und wohnt heute noch näher an der Halle in Strullendorf als an der Coburger Arena: „Für mich ist es ein Heimspiel“, schmunzelt der 62-Jährige.

    Auch Kapitän Christopher Wolf trug bereits das grüne Trikot. Das Duell mit seinem Bruder Nicolas, der als wichtiger Bestandteil der Baunacher Mannschaft eingeplant war, fällt leider aus: Der 20-Jährige zog sich einen Kreuzbandriss zu und wird vermutlich die gesamte Saison über ausfallen – der BBC wünscht Nico Wolf an dieser Stelle nur das Beste und eine schnelle und komplikationsfreie Genesung!

    Auf Seiten der Coburger nicht auflaufen kann Johannes Krug: Der Forward verletzte sich beim Training mit Kooperationspartner medi bayreuth und muss passen. Dafür wird Anthony Bauer nach überstandener Bronchitis sein Saisondebüt geben.

    „Das Training in dieser Woche war sehr kopflastig: Wir müssen exakter spielen, den Ball besser bewegen. Von der Körpersprache war es grenzwertig, was wir defensiv gegen Hanau gezeigt haben. So einen Start wie im letzten Spiel wollen wir unter allen Umständen verhindern“, gibt Schabacker die Marschrichtung vor. Er und die Mannschaft sind bereit, die Bewährungsprobe anzunehmen.