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    Die Siegesserie des BBC Coburg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd geht weiter: Auch der FC Bayern München konnte die Vestestädter am Samstagnachmittag nicht aufhalten, als die Coburger im Audi Dome mit 74:66 (43:32) die Oberhand behielten und zum dritten Mal in Folge das Parkett als Gewinner verließen.

    „Es war ein interessantes Spiel mit Höhen und Tiefen. Aber wie wir uns aus unserem Loch wieder herausgekämpft haben war phänomenal, da muss ich meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen“, war BBC-Kapitän Christopher Wolf nach Spielende sichtlich erleichtert ob des Sieges.

    Mit einem starken Start legten die Oberfranken die Grundlage für ihren Erfolg: Princeton Onwas sorgte mit zwei Freiwürfen schon Mitte des ersten Viertels für eine 16:2-Führung (5.) – die Bayern waren völlig von der Rolle. Nur langsam konnten sich die Hausherren ins Spiel bringen, doch auch als die erste Viertelsirene ertönte führte der BBC noch mit 24:13.

    Onwas stark in der Defense

    Daran sollte sich auch so schnell nichts ändern: Die Coburger zeigten in der ersten Hälfte ihre bis dato wahrscheinlich beste Saisonleistung: Onwas verdammte Toptalent Sasha Grant zur Bedeutungslosigkeit, was ihm nach der Partie ein Sonderlob von Trainer Ulf Schabacker einbrachte: „Das war ganz stark heute von ihm. Man hat heute noch einmal gesehen, dass er uns so viel mehr gibt, als nur einfach Punkte zu liefern.“ Offensiv fanden die Schabacker-Schützlinge immer eine Lösung: Christopher Wolf netzte von draußen zum 39:21 (17.) ein, Onwas blieb sicher an der Freiwurflinie. Aber ab Mitte des zweiten Viertels konnten die Münchener ihre Chancen besser nutzen, fanden immer wieder den Weg zum Korb. Mit 43:32 für Coburg ging es in die Halbzeitpause.

    Nach dem Seitenwechsel waren es die Hausherren, die besser ins Spiel kamen: Fünfeinhalb Minuten blieb der BBC ohne eigenen Punkt, kassierte neun Zähler und hatte plötzlich nur noch eine knappe Führung inne (43:41, 26.). Coburg haderte, fand nicht mehr zu jenem Spiel, das in der ersten Halbzeit so erfolgreich war. Daniel Urbano und Timo Dippold hielten ihrerseits dagegen, konnten aber mit ihren Treffern nicht verhindern, dass die Münchener am BBC vorbeizogen (51:54, 29.). Vor dem Schlussviertel war beim Stand von 54:54 wieder alles offen.

    Coburg cool in der Crunchtime

    So sollte es auch lange bleiben: Gibt es sonst oftmals eine begrenzte Crunchtime – jene Minuten, in denen sich ein Spiel entscheidet –, so war es am Samstagnachmittag fast das ganze Viertel, in denen die Partie hin- und herwogte. Doch dann gab es zwei ganz wichtige Aktionen: Erst war es einmal mehr Sven Lorber, der von draußen zum 68:62 einnetzte und so zumindest schon einmal den Blinker für die Siegerstraße setzte (37.), ehe kurz darauf ein weiterer Dreier von Constantin Ebert zum 71:63 die Coburger Bank und die mitgereisten Fans jubeln ließ. Von diesem Schock erholten sich die Münchener nicht mehr – kurz darauf feierten die Coburger erstmals einen Pflichtspielsieg über den FC Bayern.

    Kapitän Wolf zeigte sich vor der Rückfahrt jedenfalls heiß auf die kommenden Aufgaben: „Ich bin stolz auf unsere Entwicklung nach vier sieglosen Spielen, wo auch in Coburg viele nicht mehr an uns geglaubt haben, so zurückzukommen und wieder auf einen Playoffplatz zu springen. Wir wollen aber hier weitermachen, wollen nächste Woche in Speyer auch gewinnen.“

    BBC Coburg: Ebert (13), Dippold (2), Lorber (11), Wenzl, Krug, Baric (n.e.), Urbano (14), Wolf (19, 5 Rebounds), Adenekan (5, 17 Rebounds), Bär, Perschnick, Onwas (10, 6 Rebounds).

    FC Bayern München II: Jebens (2), Schmitz (7), Frankl-Maus (8), Noeres (22, 5 Rebounds), Sillah (9 Rebounds), Walz (3), Knauf (10, 10 Rebounds), Womala (2), Düh (8), Grant (4).